Etwas über mentales Training im Dartsport zu finden ist nicht einfach. Aber nicht nur beim Dart entscheidet der Kopf, nein auch bei allen anderen Sportarten spielt der Kopf eine entscheidende Rolle. Ich habe letztens einen Bericht über den Mental Trainer der Deutschen Fußball National Mannschaft, Dr. Hans-Dieter Hermann, gelesen und fand das man diese Form des mentalen Trainings auch für Dartsport anwenden kann. Hier mal eine Zusammenfassung ...

 

Der Kopf entscheidet

 

Das Beste aus sich herausholen, ob im Alltag, im Beruf oder im Leistungssport. Die Zauberworte heißen

"Mentale Trainingsformen"

Hans-Dieter Hermann, Psychologe der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, verrät wie das geht.

 

Unsere Fußball National Mannschaft unter Joachim Löw ist, wenn es darauf ankommt, immer topfit. Dafür sorgt auch Professor Dr. Hans-Dieter Hermann, Diplompsycholge.

Mit seinem "Training für den Kopf" sorgt er dafür, dass die Spieler auf den Punkt mental fit sind.

 

 Alles eine "Kopfsache"

 

Erfolg haben vor allem jene Sportler, die mit ihrem Sport und der Leistung, die sie anstreben, auf dem für sie richtigen Weg sind.

 

Sie holen aus Ihren Möglichkeiten das Maximale heraus und steigern sich durch konsequentes Trainieren mit ausdauernder Motivation und Geduld immer weiter. Was viele oft vergessen: Auch der Kopf trainiert, kämpft und spielt mit. Und damit uns das Gehirn in den unterschiedlichsten Situationen nicht ständig in die Falle lockt, bedarf es einer umfassenden Strategie.

 

Frühere Erfahrungen prägen

 

Alle unsere Handlungen, ob negativ oder positiv, ob motivierend oder überfordernd, sind durch frühere Erfahrungen geprägt. In wichtigen Situationen durchlaufen Menschen bewusst oder unbewusst, folgende Prozesse: Wahrnehmen - Reflektieren - Entscheiden - Handeln. Dabei folgt man Mustern, die man durch Erziehung und Erfahrung gelernt hat und die durch die eigene Persönlichkeit geprägt sind. Das heißt, dass jeder Mensch Situationen und Dinge anders bewertet und interpretiert . Für den einen Sportler ist der Wettkampf (oder das Ligaspiel) eine tolle Herausforderung, der andere sorgt sich schon im Vorfeld um eine mögliche Niederlage. Wer kennt Ihn nicht - den berühmten Vorführefekt ? Ob im beruf oder im Sport, wir haben zigmal geübt und es hat immer geklappt. Sieht man sich dann mit Zuschauern ( Druck im Ligaspiel ) konfrontiert, wird man nervös, ist angespannt und bringt nicht die erwartete Leistung. Mentale Strategien helfen, in diesen Fällen das Gehirn positiv zu beeinflussen, zu kontrollieren oder abzulenken. Seit langem wissenschaftlich belegt ist, dass Gedankenkontrollen und Selbstgespräche im Vorfeld helfen. Gut zu beobachten an den heftigen Mundbewegungen mancher Sportler kurz vor dem Start. Positive Selbstgespräche helfen einem, psychische Beanspruchungssituationen erfolgreich zu bewältigen und mentale Stärke zu erlangen.

Auch die Fähigkeit, die Aufmerksamkeit auf das Wesentliche zu lenken, ist trainierbar. Gehen sie jeden nächsten Schritt vorher im Kopf in Ruhe durch. Das so erarbeitete Drehbuch steuert den Kopf. Unter Stress oder in Drucksituationen kann man dann gelassener darauf zurückgreifen.

 

Entspannt bei den Spielen

 

Vermeiden sie Dauerstress. Sei an der Linie hochkonzentriert und in den Spielpausen relaxt. Laufe in den Spielpausen ein paar Schritte, dies wirkt sich besonders gut auf Psyche und Geist aus. Nur durch die richtige Balance kommen Körper und Geist wieder ins Gleichgewicht.

 

Auch die Teamkameraden können helfen. Unbedingt sollte durch das eigene Team nicht noch mehr Druck als nötig aufgebaut werden. Rufe oder Sprüche wie " Wenn du jetzt nicht triffst, gibts Teamkeile :=) " oder so ähnlich, helfen leider überhaupt nicht.